Büdinger Mittelalter-Fest 2011 PDF Drucken E-Mail
Mittelalter allgemein
Montag, den 16. Mai 2011 um 00:00 Uhr

Monika Eichenauer/Kreis-Anzeiger vom 26.03.2011

Die heiße Phase der Vorbereitungen für das große Mittelalterfest vom 8. bis 10. Juli 2011 in der Büdinger Altstadt hat begonnen. Es steht unter dem Motto „Büdingen – 500 Jahre Festung(s)Kunst“. In der Altstadt und im Hirschgraben soll Geschichte authentisch lebendig werden.

 

Zu einer der zahlreichen Vorbesprechungen trafen sich vergangene Woche Erster Stadtrat Manfred Hix, Jürgen Kühnl und Julia Jeckel vom Amt für Jugend, Kultur und Soziales sowie Achim Weisel und Helmut Hartmann, Vorsitzender und Schatzmeister vom Kunst- und Kulturkessel Oberhessen (KuKuK). Die Stadt und der Verein arbeiten seit drei Jahren zusammen: “Die Kooperation beim letzten Mittelalterfest hat sich als ausgezeichnet erwiesen und auch jetzt klappt es gut“, betonte Kühnl. Bei KuKuK laufen alle Fäden zusammen. Die beiden Männer und ihr Team haben alle Bewerber, seien es Händler, Handwerker, Künstler oder Musikgruppen für den großen Mittelaltermarkt gesichtet, eine Vorauswahl getroffen und zusammen mit Jürgen Kühnl endgültig entschieden, welche Teilnehmer kommen. Die Verträge mit den Mitwirkenden werden von der Stadt als Veranstalter des Mittelalterfestes gemacht.

Aus rund 500 Bewerbern aus allen Sparten, die einen solchen Markt bevölkern, hat die Crew schließlich rund 140 Händler, 60 Handwerker, die ihre Arbeit vorführen, sechs Musikgruppen und eine ganze Reihe Künstler, wie Feuerschlucker, Jongleure und Artisten, ausgesucht. Auch der Viehmarkt „steht schon“, erklärte Helmut Hartmann. Eine Falknerei, Ziegen, Kühe, Schweine und sogar Kamele sind wieder auf dem Altstadtparkplatz zu finden. „Um den Viehmarkt realisieren zu können, müssen wir ganz strenge Auflagen des Tierschutzgesetzes einhalten“, fügte er hinzu.

KuKuK hat viel Arbeit mit der Verteilung der Plätze für die Händler, Handwerker und Musikgruppen. „Eigentlich ist schon alles ausgebucht“, erläuterte Weisel. Zu den Männern und Frauen, die historisch gewandet und an entsprechend dekorierten Ständen ihr Handwerk präsentieren, gehören Glasbläser, Edelsteinschleifer, Schmiede, Tuchweber, Holzschnitzer, Seiler, Weber, Buchbinder und Schuhmacher. Die Musikgruppen treten an verschiedenen Bühnen auf, darunter im Oberhof und an bis zu zehn Naturbühnen, die mit Strohballen zurecht gemacht werden. Für das leibliche Wohl ist natürlich auch gesorgt. Für das gewisse Etwas der Speisen sorgt in vielen Fällen die Herstellung über offenem Feuer.

Darüber hinaus müssen Gruppen, die drei Tage lang möglichst authentisch mittelalterliches Lagerleben dokumentieren, untergebracht werden. Der gesamte Hirschgraben vom Lohsteg bis hinter den Hexenturm unterhalb des Gebücks ist von ihnen belagert. „Die komplette Platzvergabe in der Altstadt und im Hirschgraben erfolgt unter strengster Berücksichtung der Brandschutz-Auflagen“, verdeutlichten die Kooperationspartner Stadt Büdingen und KuKuK. Wie Kühnl mitteilte, hat das Mittelalterfest in Büdingen schon den Stellenwert einer Messe für die Mittelalterszene und so werde die ehemalige Kreisstadt wieder zu einem Anziehungspunkt für Gäste aus der ganzen Bundesrepublik.

Losgehen soll es bereits am Freitagabend, 8. Juli, mit einem Lagerfest im Hirschgraben. „Das war beim letzten Mittelalterfest ein prima Einstieg in das Fest“, erinnern sich Kühnl, Weisel und Hartmann. Am Samstag, 9. Juli, erfolgt die offizielle Eröffnung des Mittelalterfestes, außerdem ist ein großer Umzug unter Mitwirkung der Lagerleute, der Künstler, Musiker und der Tiere geplant. Geöffnet ist das Fest am diesem Tag von 13 bis 24 Uhr, am Sonntag, an dem ebenfalls um die Mittagszeit ein Umzug stattfindet, von 11 bis 19 Uhr. Wie Kühnl, Weisel und Hartmann betonten, werden für die Altstadtbewohner wieder spezielle Parkplätze ausgewiesen, außerdem bekommen sie einen Ausweis, damit sie problemlos Einlass bekommen. Für alle anderen kostet das Mittelalterfest Eintritt: für Gäste, die nicht historisch gekleidet sind, fünf Euro, für Kinder und Gewandete zwei Euro, für Kinder bis zum Schwertmaß (1,38 Meter) ist der Eintritt frei.

 
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