Aussichtspavillon im Pfaffenwald wird wieder aufgebaut PDF Drucken E-Mail
Geschichte allgemein
Montag, den 30. Mai 2011 um 23:38 Uhr

Mit großer Mehrheit beschloss die Büdinger Stadtverordnetenversammlung den Wideraufbau des Pavillons im Pfaffenwald. Vor einigen Wochen hatten die Stadtwerke den ehemaligen Wasserhochbehälter frühmorgens an einem Samstag abreißen lassen, obwohl das Gebäude denkmalgeschützt ist. Angeblich habe man davon nichts gewusst.

 

 

 

Bereits im April 2010 war von dem ehemaligen Schlossarchivar Dr. Peter Decker der Antrag auf Denkmalschutz beim Landesamt für Denkmalpflege gestellt worden. Nach einer Ortsbesichtigung hatte das Amt im September 2010 dem Antrag stattgegeben und dies auch in zwei Schreiben der Stadt mitgeteilt. Diese Schreiben waren angeblich nicht bei der Stadt eingegangen. Die Stadtwerke, denen der Pavillon schon länger ein Dorn im Auge war, da man ein paar Euro in Sanierungsmaßnahmen hätte stecken müssen, ließen durch den Betriebsleiter – angeblich ohne BGM Spamer und den ersten Dezernenten Manfred Hix zu informieren – das Gebäude plattmachen. Obwohl man mit Sicherheit davon wusste, dass der Antrag auf Denkmalschutz lief. Die Nachfrage der Büdinger Grünen in Wiesbaden ergab, dass der oberirdische als auch der unterirdische Bereich des Gebäudes unter Schutz steht.

 

Der Pavillon muss nun bis Ende des Jahres 2011 wieder aufgebaut werden, die Kosten muss der Verursacher tragen. Da die Stadtwerke den Abriss beauftragten, sollen diese auch bezahlen. Und es werden weitere Kosten wegen Verstoßes gegen das Denkmalschutzgesetz auf die Stadtwerke zukommen. Hoffentlich wird der anstehende Bußgeldbescheid eine Lehre sein, um gesetzwidrige Aktionen dieser Art nicht noch einmal durchzuziehen.

 

Zugleich mit dem Beschluss auf Wideraufbau wird das Geschehen um den Abriss demnächst den Finanzausschuss beschäftigen, da zusätzlich mehrere Anträge auf Durchleuchtung des Sachverhaltes beschlossen wurden.

 
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