Kreiszuschuss für Industriedenkmal PDF Drucken E-Mail
Geschichte allgemein
Montag, den 18. Juli 2011 um 14:59 Uhr

Wetteraukreis (pdw). Die Wetterau ist reich an geologischen Schätzen. Besonders am Fuße des Vogelsberges gibt es Steinbrüche, die das wertvolle Gestein fördern. Genutzt wurde und wird das Gestein für den Bau von Straßen, Häusern und die Gestaltung von Kunstwerken. Ein ganz besonderer Steinbruch ist der von Nidda-Michelnau, der Anfang der 1990er Jahre aufgegeben wurde. Der Basaltlavatuff ist weltweit einzigartig, seine rote Farbe hat er durch den bereits oxidierten Eisengehalt erhalten.

 

 

Wer bei einer Wanderung den Michelnauer Steinbruch besichtigt, sieht dort auch einen mächtigen Holzkran. Es ist ein Holz-Derrickkran, der größte seiner Art in ganz Deutschland. In Nidda hat sich der Verein der Freunde des Steinbruchs Michelnau gegründet, um den Steinbruch und das dazugehörige Inventar wie den Kran zu erhalten.

 

Nachdem im vergangenen Jahr mit Unterstützung des Wetteraukreises die Sägehalle saniert wurde, stehen jetzt die Arbeiten zur Erhaltung des Derrickkranes an. Landrat Joachim Arnold ließ es sich nicht nehmen, persönlich den Bewilligungsbescheid über 4.500,00 Euro für die jetzt anstehenden Arbeiten zu überreichen.

 

„Der Derrickkran im Steinbruch Michelnau ist ein Industriedenkmal, von denen es in Deutschland nur noch sehr wenige gibt, vor allem wenn sie tatsächlich noch an dem ursprünglichen Ort stehen, wo sie eingesetzt wurden“, erläutert Landrat Joachim Arnold.

 

Ein Derrickkran ist ein Kran, der aus einem an der Spitze abgespannten oder abgestrebten Mast und einem verstellbaren Ausleger besteht. Der Ausleger ist am Mast gelenkig gelagert und wird von einem über die Spitze des Mastes geführten Seil in einer bestimmten Position gehalten. Die Last wird mit einem über die Spitze des Auslegers geführten Seil gehoben. Der Ausleger kann außerdem um die Hochachse des Mastes geschwenkt werden, in der Regel dreht dabei der gesamte Mast mit.

 

Beim so genannten tief angesetzten Ausleger mit Lagerung am Mastfuß treten durch die ausschließlich an den Enden der Bauteile über Seile oder Gelenke stattfindende Krafteinleitung in der Konstruktion keine Biegemomente auf: in Mast und Ausleger wirken nur Druckkräfte, bei Fixierung des Mastes mit zwei Streben wirken in diesen nur Zug- und Druckkräfte. Daher ist für alle Bauteile nur die für die Knickfestigkeit erforderliche Biegesteifigkeit notwendig, was eine relativ schlanke und leichte Konstruktion erlaubt... aus Wikipedia

 
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