Arnold: Juwel im Diadem - Büdingen mit dem Vulkanradweg in Altenstadt-Lindheim verbunden PDF Drucken E-Mail
Umwelt allgemein
Samstag, den 06. August 2011 um 17:14 Uhr

Wetteraukreis (pdw). In zwei Bauabschnitten wurde die Stadt Büdingen an den Vulkanradweg in Altenstadt-Lindheim angebunden. Der erste wurde Ende April 2009 fertiggestellt, den zweiten haben Landrat Joachim Arnold und Bürgermeister Erich Spamer nun eingeweiht. Rund 800.000 Euro kostete die acht Kilometer lange Anbindung der Stadt an den Vulkanradweg, der für Arnold ein „Juwel im Diadem des radtouristischen Angebotes der Wetterau ist.“

Der Vulkanradweg ist überregional ausgerichtet und verbindet drei Landkreise. Von Altenstadt in der Wetterau führt er bis Schlitz im Vogelsberg und ist über den Main-Kinzig-Kreis an den Mainradweg angebunden. Er ist Teil des nationalen Radfernwegs „BahnRadweg Hessen“ und damit wesentlicher Bestandteil des touristischen Radroutennetzes in Deutschland. „Die Anbindung der Stadt Büdingen an den Radweg dient nicht nur der Förderung des Berufs-, Schüler- und Alltagsradverkehrs, sondern knüpft gezielt unser Netz der touristischen Radrouten in der Wetterau noch enger. Das ist ein Paradebeispiel unserer auf Nachhaltigkeit und Synergieeffekte ausgerichteten Radverkehrspolitik“, betont Landrat Joachim Arnold. „Es sind nur einige wenige Kilometer, doch sie verknüpfen zwei touristisch wichtige Komponenten: einen überaus beliebten Radweg und unsere Perle, die mittelalterliche Altstadt von Büdingen“, ergänzt Bürgermeister Spamer.

 

Die acht Kilometer lange Radstrecke war auf zwei Bauabschnitte verteilt worden. In beiden wurden teilweise vorhandene Wege ertüchtigt oder erstmals befestigt. Weil der Radweg streckenweise auch von landwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt werden wird, ist er an diesen Stellen mit 3,50 Meter einen halben Meter breiter als üblich.

 

Der erste, rund 525.000 Euro teure, Abschnitt startete mit dem Brückenbau über den Wolfsbach im Dezember 2007 und konnte Ende April 2009 für den Radverkehr freigegeben werden. Der wesentlich kürzere zweite Abschnitt dauerte von Ende Februar bis Ende April 2011 und blieb mit 274.000 Euro im veranschlagten Kostenrahmen. Die gesamte Strecke verläuft von Büdingen über Büches und Düdelsheim, nach Limeshain-Hainchen und von dort auf dem Radweg entlang der Landesstraße 3191 bis zum Vulkanradweg in Altenstadt-Lindheim. Der gesamte Streckenabschnitt von Büdingen bis Lindheim ist rund zwölf Kilometer lang.

 

Die Kosten für den Radweg teilen sich Stadt und Kreis, der die zuwendungsfähigen Kosten für die übliche Breite von 2,50 Meter trägt. Da die darüber hinaus gehenden Wegbreiten nicht zuwendungsfähig sind, werden die Kosten hierfür vereinbarungsgemäß von der Stadt Büdingen übernommen, die auch die Planungskosten trägt. Wegen der Bedeutung für den Radverkehr der gesamten Region gewährte das Land Hessen Zuwendungen nach dem Finanzausgleichsgesetz (FAG) in Höhe von 80 Prozent der zuwendungsfähigen Baukosten.

 

Der Wetterauer Landrat ist sehr zufrieden über die unkomplizierte Einigung mit der Stadt in allen Verfahrensfragen. „Es ist wichtig, bei Investitionen in die touristische Infrastruktur vertrauensvoll Hand in Hand zu arbeiten“, betont Arnold. Nur so sei die Grundlage für den touristischen Erfolg in der Wetterau zu schaffen. Von Höchst führt der Radweg als „BahnRadweg Hessen“ weiter bis zum Mainradweg bei Hanau. „Damit ist der Vulkanradweg einer der wichtigsten Bestandteile des überregionalen touristischen Radroutennetzes in der Region“, hebt Arnold die hohe Bedeutung der Radstrecke hervor.

 

Nachhaltige Radverkehrspolitik

Vor knapp zehn Jahren hatte die damalige rot-grüne Bundesregierung den ersten nationalen Radverkehrsplan beschlossen und ehrgeizige Ziele formuliert: „Das Fahrrad muss bis Ende 2012 selbstverständlicher Bestandteil einer nachhaltigen, integrierten Verkehrspolitik sein und bei allen Konzepten für Verkehr, Stadtentwicklung und Raumordnung angemessen berücksichtigt werden.“ Weil sich das Radfahren nicht „staatlich verordnen“ lässt bedarf es einer nachhaltigen Radverkehrspolitik der Beharrlichkeit und Kontinuität. „In der Wetterau legen wir allerdings nicht erst seit zehn Jahren, sondern schon seit zwanzig Jahren ein starkes Augenmerk darauf, das Radfahren zu fördern, bequemer und einfacher zu machen. Von der übersichtlichen Radwegebeschilderung angefangen bis hin zur Vernetzung mit touristischen Highlights der Wetterau“, betont Landrat Arnold.

 

 

 
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