Landrat Arnold: „Breitband Phase zwei wird eingeläutet!“ PDF Drucken E-Mail
Soziales
Freitag, den 21. Oktober 2011 um 13:46 Uhr

Wetteraukreis (pdw). „Ein flächendeckendes und leistungsfähiges Breitbandnetz ist von ebenso grundlegendem volkswirtschaftlichen Interesse wie eine gute Verkehrs- und Energieversorgungsstruktur“, betont Landrat Joachim Arnold. „Daher arbeiten wir mit Hochdruck an der Phase zwei der Wetterauer Breitbandoffensive: dem Ausbau des Glasfasernetzes.“

 

Ein wichtiger Meilenstein in der Versorgung mit Breitband ist erreicht: Bereits jetzt ist schnelles Internet über eine Hybridtechnologie, die Richtfunk und Glasfaser nutzt, in Altenstadt, Büdingen, Florstadt, Gedern, Hirzenhain, Karben, Kefenrod, Limeshain, Nidda, Ranstadt, Reichelsheim, Ober-Mörlen, Ortenberg, Wölfersheim und Friedberg möglich. Dabei werden Daten-Übertragungsraten von bis zu 16 Megabit pro Sekunde erreicht, die beispielsweise zum Empfang von Fernsehen via Internet notwendig sind.


Breitband ermöglicht innovative Anwendungen

Mit der steigenden Zahl an multimedialen Angeboten erhöht sich der Wunsch nach schnelleren Zugängen zum Datennetz. Umgekehrt treibt die zunehmende Verbreitung von Breitband viele Entwicklungen erst an. Hierzu zählt Arnold Bildungsplattformen für die schulische und berufliche Aus- und Weiterbildung. Oder die zahlreichen Möglichkeiten, Verwaltungsarbeiten in Behörden und Organisationen zu vereinfachen und papierlos zu gestalten. Im Gesundheitswesen wird der Einsatz von Telemedizin zur Überwachung von chronisch kranken Patienten denkbar. Mittels entsprechender Sensoren und Kommunikationseinrichtungen können Wohnungen seniorengerecht ausgestattet werden. „In einem überwiegend ländlich ge-prägten Flächenkreis müssen wir der Bevölkerung die technischen Voraussetzungen an die Hand geben, solche Angebote zu nutzen“, stellt Arnold dar.

 

„Ich will, dass bis zum Jahre 2014 möglichst viele Wetterauerinnen und Wetterauer mit Bandbreiten von mindestens 50 Megabit in der Sekunde versorgt sind.“ Voraussetzung dafür ist der Wechsel auf eine rein kabelgebundene Lösung, bei der möglichst jeder Ort und im letzten Schritt der überwiegende Gebäudebestand an das Glasfasernetz angeschlossen ist. Mit der neuen Fiberglas-Technologie FTTH (Fibre-to-the-home) können Geschwindigkeiten von 200 Megabit pro Sekunde und mehr erreicht werden.

 

Wunschpartner beim Ausbau des Netzes ist die OVAG, die als kommunales Unternehmen im Bereich der Leitungsinfrastruktur sehr gut aufgestellt ist. Arnold schätzt bei dieser Lösung das Know-How des Unternehmens und die Kosteneffekte: „Es bietet sich an, die Kabelverlegungen in einem Zuge mit den infrastrukturellen Baumaßnahmen des Strom-, Wasser- und Gas-Versorgers vorzunehmen.“

 

Wirtschaftliches Potenzial für Unternehmen

„Breitband-Telekommunikation ist zu einer Schlüsselinfrastruktur geworden. Unternehmertum und wirtschaftlicher Erfolg sind ohne leistungsfähiges Breitband kaum noch denkbar“, stellt Arnold heraus. „Heute werden keine Schriftstücke, Pläne, Zeichnungen von A nach B transportiert, sie werden als Dateien versendet und empfangen. Viele aktuelle Geschäftsmodelle basieren auf dem Internet; das World Wide Web ist schon längst ein internationaler Marktplatz, auf dem Angebote und Dienstleistungen lebhaft nachgefragt werden. Und täglich kommen neue, komplexere Anwendungen dazu.“

 

Über die schnelle und weltweite Informationsbeschaffung hinaus können dank Breitband unterschiedliche Standorte auch über Ländergrenzen hinweg miteinander verbunden werden. Einsatzfelder für Breitbanddienste sind die Automatisierung von Abläufen, die Sicherung und Auslagerung von Daten, die Kooperation mit entfernten Geschäftspartnern oder die An-sprache neuer Kundensegmente.

 

„Solches Potenzial wird kein Unternehmen außer Acht lassen können“, fasst Arnold zusammen, „daher gilt es, die ländlich strukturierten Teile der Wetterau sobald wie möglich in ein leistungsfähiges Breitbandnetz zu integrieren, um deren wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und zu sichern.“

 
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