Ab 2013 wird Mindestverordnung für Kindertageseinrichtungen zwingend PDF Drucken E-Mail
Interkulturell
Sonntag, den 11. März 2012 um 12:45 Uhr

Wetteraukreis (pdw). Seit September 2009 gilt für Kindertageseinrichtungen eine Mindestverordnung hinsichtlich der Standards für Bildung, Erziehung und Betreuung. „Ursprünglich sollte sie bis Ende August 2012 umgesetzt sein, nun hat das Land die Frist bis Ende Dezember verlängert. Ab 2. Januar 2013 gilt sie zwingend“, teilt Sozialdezernent Helmut Betschel-Pflügel mit. Zusätzliche Fachkräfte und kleinere Gruppen für mehr Zeit bei der individuellen Förderung der Kinder ist das Ziel der Mindestverordnung.

 

 

 

„Kleine Gruppen und mehr Personal war und ist das Ziel der Mindestverordnung“, erläutert Betschel-Pflügel. Demnach sollen die Gruppen der unter Dreijährigen von mindestens zwei statt bisher 1,5 Fachkräften je Gruppe betreut werden. Die Gruppenstärke begrenzt sie auf höchstens zehn Kinder. Bei Kindergartengruppen und altersübergreifenden Gruppen steigt der Schlüssel der Fachkräfte von 1,5 auf 1,75.

 

Neu war und ist auch der fachliche Pool, aus dem die Betreuungspersonen kommen. Zu den Fachkräften zählen damit auch studierte Grundschul- und Förderschullehrkräfte und Personen mit Bachelor- oder Masterabschluss im sozialpädagogischen und -pflegerischen Bereich. In Krippen und altersübergreifenden Gruppen können auch Kinderpfleger/innen arbeiten und in Einrichtungen, die Kinder mit Behinderungen aufnehmen ebenso Heilerziehungspfleger/innen.

 

Ab 1. Januar 2013 gilt die Mindestverordnung zwingend


Die Mindestverordnung wurde Ende Dezember 2008 vom Land verabschiedet. Weil sie für die Städte und Gemeinden zusätzlichen finanziellen Aufwand bedeutete, bei dem das Land seine Unterstützung zugesichert hatte und dazu erst der Haushalt des Landes unter Dach und Fach gebracht sein musste, trat die Mindestverordnung erst zum 1. September 2009 in Kraft. Ursprünglich sollte sie bis zum 31. August 2012 umgesetzt sein, nun wird diese Übergangszeit bis 31. Dezember verlängert. Vor allem deshalb, weil mit dem Hessischen Kinderförderungsgesetz auch die Mindeststandards in KiTas auf gesetzlicher Grundlage neu ausgestaltet werden sollen. Das Hessische Sozialministerium sieht vor, „die Rahmenbedingungen für den Betrieb von Tageseinrichtungen flexibler und bedarfsgerechter zu gestalten“, teilte das Landesjugendamt dem Wetteraukreis mit.

 
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