Landrat Arnold: Tourismusregion Wetterau legt deutlich zu PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 17. März 2012 um 22:53 Uhr

Strategisches Ziel: Vorhandene Kurgäste für die Wetterau begeistern
Wetteraukreis (pdw). Eine positive Bilanz zieht Landrat Joachim Arnold zur Entwicklung des Tourismus in der Wetterau im Jahre 2011. Die Zahl der Übernachtungen ist weiter gestiegen und bestätigt damit die eingeleitete Entwicklung. In der Wetterau wurden im vergangenen Jahr in den 115 registrierten Beherbergungsbetrieben exakt 247.048 Ankünfte und 1.121.978 Übernachtungen registriert. Das ist eine Steigerung um 8.500 gegenüber dem Vorjahr.

 

„Vergleicht man die Zahlen mit dem Tiefstand Ende der 90er Jahre so hat sich die Zahl der Ankünfte in den vergangenen 14 Jahren um 40 Prozent bzw. um rund 73.000 erhöht.“, so Landrat Arnold, der sich überaus zufrieden mit diesem deutlich messbaren Erfolg der touristischen Entwicklung in der Wetterau zeigt.

 

Bad Nauheim an der Spitze

„Unangefochtener Spitzenreiter bei den Übernachtungszahlen in der Wetterau ist unsere Wetterauer Kur- und Gesundheitsstadt Bad Nauheim mit 697.890 Übernachtungen.“, betont Arnold. Bad Nauheim liegt damit nach der Rhein-Main-Metropole Frankfurt, der Landeshauptstadt Wiesbaden, der documenta-Stadt Kassel, dem Wintersportort Willingen und nach Bad Wildungen an sechster Stelle hessenweit noch vor berühmten anderen Kurorten wie Bad Schwalbach, Bad Orb oder Bad Soden-Salmünster.

 

Die Zahlen hat das Hessische Statistische Landesamt herausgegeben. Eingeflossen sind die Daten der Beherbergungsbetriebe mit mehr als neun Betten. Davon gibt es in der Wetterau 115 mit insgesamt 6.770 Betten. Das sind drei Betriebe mit insgesamt 64 Betten mehr als noch vor Jahresfrist.

 

Bad Nauheim, das fast zwei Drittel dieser registrierten Übernachtungen auf sich vereinigt, ist in der Gunst der Touristen als Kur- und Gesundheitsstadt besonders angesagt. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Bad Nauheim liegt bei 7,5 Tagen. Das ist mehr als doppelt so viel wie im hessischen Durchschnitt und immer noch um einiges höher als im Wetterauer Durchschnitt, der bei 4,5 Tagen durchschnittlicher Aufenthaltsdauer liegt. „Allein in Bad Nauheim stehen in 28 Beherbergungsbetrieben exakt 2.993 Betten zur Verfügung. Das sind stolze 45 Prozent unserer Wetterauer Kapazitäten“, so Landrat Arnold, der von der exponierten Stellung Bad Nauheims in punkto Übernachtungen überzeugt ist.

 

Auf Platz zwei im Wetterauer Ranking landet der zweite Wetterauer Kurort Nidda/Bad Salzhausen. Hier wurden in 12 Betrieben und 616 Betten insgesamt 117.000 Übernachtungen gezählt. Ein Plus von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug in Nidda 6,7 Tage.

 

Im vergangenen Jahr ist Butzbach auf Platz drei an Bad Vilbel vorbeigezogen. Die Perle der Wetterau stehen in acht Beherbergungsbetrieben 531 Betten zur Verfügung. 57.281 Übernachtungen wurden in Butzbach gezählt. Das waren knapp zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Mit zehn Übernachtungsbetrieben und einem Angebot von 508 Betten folgt Bad Vilbel mit 54.100 auf dem vierten Platz.

 

„Auf eine äußerst erfreulich hohe Steigerungsrate können wir in Gedern blicken. Mit 47.478 Übernachtungen ergibt dies ein starkes Plus von 15 Prozent. Die prozentual mit Abstand höchste Steigerungsrate in der Wetterau ist in Ortenberg zu registrieren. Hier kommen wir auf jetzt 4.078 Übernachtungen in drei Betrieben mit einer Bettenzahl von 66“, zeigt sich Landrat Arnold besonders erfreut über die Entwicklung im östlichen Kreisgebiet. Er führt dies in erster Linie auf drei Faktoren zurück. Die überall feststellbare Strahlwirkung des im letzten Jahr eröffneten Keltenmuseums auf dem Glauberg, die zunehmend greifenden Initiativen der interkommunalen Kooperation unter dem Dach der Touristischen Arbeitsgemeinschaft ArchäologieLandschaft Wetterau und vielen flankierenden Maßnahmen im Zuge des Leaderprojektes Region Oberhessen.

 

Kurgäste für die Angebote in der Wetterau begeistern

Ein weiteres wichtiges Etappenziel ist für Landrat Arnold ist das noch nicht optimal erschlossene Potenzial der Kurgäste in Bad Nauheim für die im stetigen Ausbau begriffenen Angebote in der ganzen Wetterau zu begeistern. „Wir arbeiten daran die vielfältigen Natur- und Kulturschönheiten in der Wetterau bewusst anzusprechen und mit individuellen und pauschalen Erlebnisangeboten für die Gäste leicht erfahrbar zu machen. So bieten wir verstärkt Ausflüge von Bad Nauheim aus an, etwa in die Keltenwelt nach Glauberg oder in die historischen Altstädte, wie Büdingen, Butzbach oder Nidda“, erläutert Arnold die für alle Beteiligte gewinnbringende Strategie der Tourismusentwicklung in der Wetterau.

 

Er machte in punkto Strategie des Weiteren deutlich, dass das Tourismuskonzept des Wetteraukreises vorerst nicht in Richtung lange Urlaube konzipiert ist. „Wir konzentrieren unsere Aktivitäten gezielt auf für uns schneller erreichbare Tages- und Kurzurlaubtouristen aus der Metropolregion FrankfurtRheinMain mit seinen 5,5 Millionen Einwohnern vor unserer Haustür. Wir nutzen dabei den Trend zu kurzen und abwechslungsreichen Trips. Für die gibt es hier in der Wetterau eine ganze Reihe von Angeboten und wir sind dabei weitere zu erschließen“, betont Landrat Arnold die Marschrichtung in Sachen Tourismusentwicklung in der Wetterau.

 

„Wir wollen zunehmend noch mehr Wanderer und auch mehr Radfahrer für die ArchäologieLandschaft Wetterau: Kelten – Römer – Mittelalter begeistern. Wir müssen aber auch Angebote bereithalten für Eltern mit Kindern und für Alleinreisende, die hier für einige Tage ausspannen wollen. Die Wanderlandschaft Wetterau und neue Attraktionen, wie etwa die Niddaroute von der Mündung bis zur Quelle, sind für uns dabei die Anker und Ausgangspunkt zugleich, die touristische Infrastruktur systematisch zu verbessern, um noch mehr Menschen für die Wetterau zu interessieren.“, zeigt Arnold deutlich die Richtung der künftigen Wegstrecke an.

 
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