Wetterauer Sozialpreis für Selbsthilfegruppe und Schuldnerberatung PDF Drucken E-Mail
Soziales
Mittwoch, den 04. April 2012 um 22:31 Uhr

Wetteraukreis (pdw). Der Wetterauer Sozialpreis für das Jahr 2011 geht an die Selbsthilfegruppe „Frauenselbsthilfe nach Krebs“ und an Hubertus Ellerhusen, der seit Jahren ehrenamtlich bei der Schuldnerberatung beim Diakonischen Werk Wetterau wirkt. Das teilte Erster Kreisbeigeordneter Helmut Betschel-Pflügel mit.

 

Der im Jahr 2010 erstmals verliehene Wetterauer Sozialpreis wird für das Jahr 2011 geteilt. Die Jury fand zwei Vorschläge gleichwertig und entschied sich dafür, den Preis zu gleichen Teilen an die Frauenselbsthilfe nach Krebs und an Hubertus Ellerhusen zu verleihen.

 

Die Frauenselbsthilfe nach Krebs wurde von einigen Frauen Anfang der 80er Jahre gegründet. Sie taten sich damals zusammen, um gemeinsam ihr Leben nach der Diagnose Krebs neu zu gestalten. Im Laufe der vergangenen 30 Jahre ist daraus eine der größten Selbsthilfegruppen im Wetteraukreis mit 182 aktiven Frauen und einigen wenigen Männern geworden. Das Anliegen der Frauenselbsthilfe nach Krebs lässt sich unter der Überschrift „Auffangen - Informieren - Begleiten“ zusammenfassen. Betreut werden vor allem Frauen und auch Männer aus Bad Nauheim, aber auch aus Butzbach, Friedberg, Florstadt, Karben, Ober Mörlen, Reichelsheim, Rosbach, Wölfersheim und Wöllstadt.

 

Neben Informationen über die Krankheit stehen Gesprächs-möglichkeiten, Austausch mit Betroffenen, aber auch der Versuch, ein Stück Lebensfreude zurück zu gewinnen im Vordergrund. Die gesamte Arbeit der Selbsthilfegruppe wird rein ehrenamtlich geleistet. Die Kompetenz kommt aus eigenem Erleben, aber auch aus der regelmäßigen Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen auf Landes- und Bundesebene oder im Rahmen spezieller Akademien.

 

Hubertus Ellerhusen war vor seiner Pensionierung lange Jahre als Sozialrichter tätig und politisch und sozial vielfältig engagiert. Seit Anfang 2006 unterstützt er die Schuldnerberatung des Diakonischen Werkes mit erheblich zeitlichem und persönlichem Engagement. So übernimmt Hubertus Ellerhusen regelmäßig die „Hotline“ der Schuldnerberatung und ist damit erster Ansprechpartner für die Menschen aus dem Wetteraukreis, die mit einer Überschuldungssituation die Hilfe des Diakonischen Werkes suchen.

 

Für sein Engagement wendet Herr Ellerhusen unentgeltlich bis zu 20 Wochenstunden auf. Ein Einsatz, der immer wichtiger wird, da die aktuelle Finanzierung der Schuldnerberatung auf den Personenkreis beschränkt ist, der Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe erhält. Hubertus Ellerhusen sichert mit seinem ehrenamtlichen Engagement dieses Angebot ab, das Menschen davor bewahren kann, überhaupt in den Bezug von Transfer-leistungen „abzugleiten“.

 

Erster Kreisbeigeordneter Helmut Betschel-Pflügel bezeichnete den Sozialpreis als äußeres Zeichen der Dankbarkeit und des Respekts der Gesellschaft vor dem ehrenamtlichen Wirken von Einzelpersonen und Organisationen. „Ohne dieses ehrenamtliche Wirken wäre unsere Gesellschaft um vieles ärmer.“

 

Die Verleihung des Sozialpreises findet statt am:

Mittwoch, 2. Mai 2012
um 18.30 Uhr
im Plenarsaal des Friedberger Kreishauses

 
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