Erster Kreisbeigeordneter Helmut Betschel-Pflügel: „Alle Flüchtlinge sind ordentlich untergebracht!“ PDF Drucken E-Mail
Soziales
Montag, den 07. Januar 2013 um 13:50 Uhr

Wetteraukreis (pdw). Die ruhige Zeit zwischen den Jahren nutzte Erster Kreisbeigeordneter Helmut Betschel-Pflügel zum Besuch von Gemeinschaftsunterkünfte im Wetteraukreis: „Alle von uns aufzunehmenden Flüchtlinge wurden vor den Feiertagen ordentlich untergebracht, in den Gemeinschaftsunterkünften gab es über die Feiertage keine Probleme.

 

Der Wetteraureis musste im zweiten Halbjahr 2012 aufgrund der bundesweit rasant ansteigenden Flüchtlingszahlen 166 Personen zusätzlich aufnehmen. Dies führte dazu, dass der Kreis neben der Notwendigkeit, neue Unterkünfte zu schaffen, auch bereits vorhandene Kapazitäten bis nahezu auf den letzten Platz belegen musste. Wenn Menschen so eng zusammenleben, kann dies leicht zu Konflikten führen. Dass diese erst gar nicht entstanden sind, führt Sozialdezernent Betschel-Pflügel auf die gute Vorarbeit der Kreisverwaltung und die gute Betreuung zurück.

 

Zwischen den Jahren hat sich Betschel-Pflügel ein eigenes Bild von der Lebenssituation der Flüchtlinge in den Einrichtungen im Kreisgebiet gemacht. Dabei hat er sowohl mit Betreibern von Unterkünften als auch mit Flüchtlingen gesprochen. „Ich bin froh, dass es uns gelungen ist, alle Flüchtlinge menschenwürdig unterzubringen und dass es zu keinerlei Probleme kam.“

 

Betschel-Pflügel hofft, dass sich durch die Anmietung einer Liegenschaft in Butzbach mit 48 Plätzen im Januar und der Errichtung des Containergebäudes in Friedberg mit 60 Plätzen im Februar 2013 die prekäre Unterbringungssituation entspannt. Insgesamt stehen dann in der Wetterau mit den Notunterkünften in Bönstadt und Nieder-Mockstadt 728 Plätze in Gemeinschaftsunterkünften zur Aufnahme von Asylbewerbe-rinnen und Asylbewerbern zur Verfügung. „Von der Situation in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts, wo im Zuge der Bürgerkriege im ehemaligen Jugoslawien mehr als 3.000 Flüchtlingen im Kreis Zuflucht fanden, sind wir noch weit entfernt. Ich fürchte aber, dass die Konfliktherde im Nahen und Mittleren Osten auch im Jahr 2013 Menschen zur Flucht aus ihrer Heimat zwingen werden. Darauf müssen wir uns vorbereiten“, so der Sozialdezernent abschließend.

 

 
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