Schuldezernent Betschel-Pflügel: Mehr Zeit für das Abitur – Drei Wetterauer Gymnasien kehren zu G9 zurück PDF Drucken E-Mail
Soziales
Mittwoch, den 09. Januar 2013 um 18:12 Uhr

Wetteraukreis (pdw). Die Diskussion und die Unzufriedenheit mit der achtjährigen Gymnasialzeit zeigt erste Konsequenzen: Drei Wetterauer Schulen kehren zum nächsten Schuljahr zurück zum Abitur nach neun Schuljahren. Das teilte Erster Kreisbeigeordneter Helmut Betschel-Pflügel jetzt nach der Zustimmung des Kreisausschusses mit. Das Weidiggymnasium in Butzbach, das Gymnasium Nidda und das Ernst-Ludwig-Gymnasium in Bad Nauheim haben in ihren schulischen Gremien beschlossen, zur alten Regelung des Abiturs nach dem 13. Schuljahr zurückzukehren.

 

Deutschlandweit wird die Diskussion um die Vor- und Nachteile des Abiturs nach 12 oder 13 Schuljahren, acht oder neun Schuljahren im Gymnasium, geführt. 80 Prozent der Westdeutschen und immerhin 50 Prozent der Ostdeutschen, wo G8 seit vielen Jahren üblich ist, halten eine 13-jährige Schulzeit, die zum Abitur führt für besser und kindgemäßer. Allenthalben wird beklagt, dass durch G8 Schülerinnen und Schüler kaum noch Freizeit hätten, dafür aber einen durchgeplanten Schulalltag, der bei einigen zu Dauerstress und teilweise zu Burnout-Symptomen schon im Jugendalter führt.

 

Betschel-Pflügel: „Interessen, Neigungen und Fähigkeiten der Kinder abwägen!“

„Mit der Rückkehr der drei Schulen zu G9 und den bereits bestehenden Angeboten, etwa in Konradsdorf, Gedern, an der Henry Benrath Schule Friedberg und der Singbergschule Wölfersheim und den beiden Integrierten Gesamtschulen an der Adolf-Reichwein-Schule Friedberg und der Schrenzerschule in Butzbach, gibt es nun für Eltern und Kinder weitere Alternativmöglichkeiten, sich für das eine oder das andere System zu entscheiden. Das sollte nach genauer Abwägung und nach den Interessen, Neigungen und den Fähigkeiten der Kinder geschehen, damit niemand über-, aber auch nicht unterfordert wird“, erläutert Schuldezernent Betschel-Pflügel. In den drei genannten Schulen kann der zusätzlich notwendige Raumbedarf durch vorhandene Kapazitäten abgedeckt werden, so dass keine weiteren Baumaßnahmen notwendig sind.

 

 
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