Internationaler Museumstag - 35 Museen aus Oberhessen mit dabei PDF Drucken E-Mail
Museen
Mittwoch, den 08. Mai 2013 um 23:40 Uhr

Wetteraukreis (pdw). Der Internationale Museumstag findet in diesem Jahr zum 36. Mal am Sonntag, dem 12. Mai 2013 statt. Das Motto der Veranstaltung lautet: „Vergangenheit erinnern – Zukunft gestalten: Museen machen mit!“ Landrat Joachim Arnold hat in einem Pressetermin den neuen Flyer der Museumslandschaft Oberhessen vorgestellt. Darin sind viele Veranstaltungen zusammengeführt, die die 35 Museen der Region in diesem Jahr präsentieren.

 

Der Flyer fasst nicht nur die Veranstaltungen des laufenden Jahres zusammen und präsentiert die Museen in einem kurzen Portrait, in einer Übersichtskarte sind die wichtigsten Freizeit- und Kulturrouten in Oberhessen verzeichnet mitsamt den Museen, die man im Verlauf der Route besuchen kann.

 

„Ob auf den Spuren der Kelten, der Römer oder des Mittelalters, auf Apfelwein- und Obstwiesenrouten, am Fuß des Vulkans oder die erweiterte Regionalparkroute Niddaradweg, es gibt unglaublich viel zu sehen in unserer Wetterau. Kein Wunder“, so Landrat Arnold, „schließlich ist unsere gesegnete Region seit 7.000 Jahren von Menschen besiedelt, die alle ihre Spuren hinterlassen haben.“ Familien, die mit Kindern unterwegs sind, haben es mit dem neuen Veranstaltungsflyer noch leichter: Ein freundlicher Smiley signalisiert, hier wird speziell auch etwas für Kinder geboten.

Wir haben mit Landrat Joachim Arnold über den bevorstehenden Internationalen Museumstag gesprochen:

 

Frage:

Herr Arnold, welchen Sinn hat ein Internationaler Museumstag für die Wetterau und die Region Oberhessen?

 

Antwort:

Der Internationale Museumstag rückt unsere vielfältige Museumslandschaft noch stärker in das Blickfeld der Öffentlichkeit. Wir haben hier in der Wetterau so viel zu sehen und zu zeigen, das muss man sich immer wieder bewusst machen; nicht nur den Gästen aus der Region, sondern auch den Menschen, die hier leben.

 

Frage:

Was konkret meinen Sie mit Vielfalt?

 

Antwort:

Nun, wir haben nicht nur die herausragenden regionalen Museen, wie das Wetterau-Museum in Friedberg, das Heuson-Museum in Büdingen oder das Museum der Stadt Butzbach. Wir haben eine ganze Reihe von Spezialmuseen angefangen vom Kunstgussmuseum in Hirzenhain, das momentan eine schöne Ausstellung bei uns im Friedberger Kreishaus präsentiert, über das Energiemuseum in Wölfersheim, mit der Geschichte des Bergbaus und des Kraftwerkbetriebes, über das Rosenmuseum in Steinfurth, das weltweit einzigartig ist, bis hin zum Hassia-Quellenmuseum und zum Brunnen- und Bädermuseum, beide in Bad Vilbel zu finden.

 

Frage:

Und diese Museen haben alle am Internationalen Museumstag auf?

 

Antwort:

Ja, sie haben nicht nur geöffnet, sondern viele machen auch besondere Aktionen, wie etwa das Musikinstrumentenmuseum im Ortenberger Stadtteil Lißberg.

 

Frage:

Ein attraktives Angebot, aber warum brauchen wir dann den Internationalen Museumstag?

 

Antwort:

Tatsächlich ist es so, dass die bestehenden Museen es immer schwerer haben. Öffentliche Mittel fehlen, bauliche Auflagen, fehlendes Betreuungspersonal sind die Stichworte und gleichzeitig eine Vielzahl alternativer Angebote. Das hat in manchen Museen auch zu rückläufigen Besucherzahlen geführt. Das ist schade und das würden wir auch gerne ändern.

 

Frage:

Müssen die Museen nicht ihre eigene Rolle neu definieren?

 

Antwort:

Als die ersten Museen gegründet wurden, hatten sie eine aufklärende und erziehende Aufgabe. Heute kommt noch die Aufgabe des kulturellen Austauschs hinzu. Sie bereichern Kulturen, indem sie uns Neues und Fremdes kennenlernen lassen. Sie zeigen uns, dass unsere heutige Sicht der Dinge nicht immer die entscheidende ist, sondern dass sich solche Sichtweisen auch ändern. Kurz, dass uns Toleranz und Langmut ganz gut anstehen.

Der Internationale Museumstag soll aber auch ein bisschen Dank an all jene sein, die in den Museen wirken und arbeiten, egal ob haupt- oder ehrenamtlich. Insofern wünsche ich mir einen guten Besuch, nicht nur am Internationalen Museumstag, sondern das ganze Jahr über in unseren oberhessischen Museen.

 

 
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