Ertüchtigung des Hochwasserrückhaltebeckens Düdelsheim – Arbeiten verlaufen planmäßig PDF Drucken E-Mail
Umwelt allgemein
Freitag, den 25. Oktober 2013 um 00:38 Uhr

Büdingen/Düdelsheim (pdw). Landrat Joachim Arnold hat sich in seiner Funktion als Verbandsvorsteher des Wasserverbandes NIDDER-SEEMENBACH dieser Tage ein Bild vom Fortgang der Arbeiten zur Ertüchtigung des Dammes am Hochwasserrückhaltebecken Düdelsheim gemacht.

 

„Die Arbeiten“, so der Verbandsvorsteher des Wasserverbandes NIDDER-SEEMENBACH Arnold, „sind nicht nur im Zeitplan, sondern werden voraussichtlich auch innerhalb der Kostenplanung bleiben. Die Erdbauarbeiten sowie die Errichtung der neuen Sickerwassermessstellen werden Ende November ab-geschlossen sein.“

 

Der Kostenrahmen von einer Million Euro wird voraussichtlich nicht ausgeschöpft. Dies liege an der guten Vorplanung, lobte Arnold die Arbeit des Wasserverbandes NIDDER-SEEMENBACH, vertreten durch den Geschäftsführer Stefan Gottbehüt und den Betriebsleiter Stefan Schulz. Zudem waren auch die Rahmenbedingungen hinsichtlich der Witterung günstig. Trotz dieser immensen Ausgaben für die Baumaßnahme werden die Umlagen für die Verbandsmitglieder nicht steigen, so Verbandsvorsteher Arnold.

 

Notwendig wurden die Arbeiten an dem rund 40 Jahre alten Bauwerk, nachdem wiederholt Vernässungen und kleinere Wasseraustritte bei längerem Einstau des Beckens festgestellt wurden. „Um allen Risiken vorzubeugen, haben wir uns für eine Ertüchtigung des Dammbauwerkes entsprechend dem Stand der Technik entschieden. Vor dem Hintergrund der dramatischen Hochwasserereignisse in diesem Jahr sicherlich eine gute und vorausschauende Entscheidung“, so Arnold.

 

Bei den Arbeiten wurden Entspannungsgruben und ein Stützfilter eingebaut sowie ein Dammverteidigungsweg neu errichtet. „Der Bewuchs auf der Deichkrone muss allerdings noch entfernt werden. Das Wurzelwerk der Büsche und Bäume schädigt das Dammbauwerk und ist nach den heutigen Vorschriften auch nicht mehr zulässig, deshalb wird der Damm künftig von einer tiefwurzelnden Bepflanzung freigehalten“, kündigte Geschäftsführer Stefan Gottbehüt an.

 

Mit sechs neu eingebauten Sickerwassermessstellen soll die Durchfeuchtung innerhalb des Dammbauwerkes kontrolliert werden. „Damit haben wir jederzeit einen Überblick über die aktuelle Situation innerhalb des Bauwerkes“, erläutert Betriebsleiter Stefan Schulz.

 

Das Hochwasserrückhaltebecken Düdelsheim ist derzeit die einzige Rückhalteanlage des Wasserverbandes NIDDER-SEEMENBACH. Es dient der Regulierung der Abflussmengen im Seemenbach und auch in der Nidder bei Hochwasser. Das Bauwerk dämpft die abfließende Hochwasserwelle, indem es Hochwasser zwischenspeichert und nach Abklingen der Hochwassersituation wieder kontrolliert abgibt. Normalerweise ist das Hochwasserrückhaltebecken bei Düdelsheim leer. Das 1974 erbaute Rückhaltebecken hat eine Kapazität von fünf Millionen Kubikmetern. Der Damm ist ein Kilometer lang und bis zu 6,50 Meter hoch. Die maximale Dammbreite beträgt am Fuß des Bauwerkes 50 Meter.

 

 
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