Wetteraukreis nimmt zahlungsunwillige Väter sehr erfolgreich in die Pflicht PDF Drucken E-Mail
Soziales
Freitag, den 14. März 2014 um 21:26 Uhr

Wetteraukreis (pdw). „Wir holen uns von allen zahlungsfähigen Vätern nicht geleistete Unterhaltszahlungen zurück.“ Erster Kreisbeigeordneter Helmut Betschel-Pflügel teilte in einer Presseerklärung mit, dass der Wetteraukreis bei der Rückforderung von Unterhaltszahlungen säumiger Väter hessenweit einen Spitzenplatz einnehme.

 

„Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr!“, heißt es im Volksmund. Zum Vater sein gehört es auch, für seine Kinder zu sorgen. Ist die Beziehung mit der Mutter in die Brüche gegangen, bleibt immer noch die Verantwortung für das Kind. Manch ein Vater kann keinen Unterhalt zahlen, für den springt der Staat ein. Wer aber dazu in der Lage ist und es dennoch nicht tut, der benimmt sich nicht nur verantwortungslos gegenüber seinem Kind und der Gesellschaft, er muss auch damit rechnen, plötzlich einen hohen Betrag auf einmal zurückzahlen zu müssen.

 

2013 fast 400.000 Euro zurückgeholt


Nicht jeder, der Unterhalt für sein Kind zahlen muss, überweist ihn auch regelmäßig und in voller Höhe. Dafür springt der Sozialhilfeträger in die Bresche und zahlt aus Steuergeldern Unterhaltsvorschuss an den allein erziehenden Elternteil. Im letzten Jahr waren dies über 1,3 Millionen Euro, die der Kreis ausgezahlt hat. Fast 400.000 Euro hat sich der Wetteraukreis im vergangenen Jahr von zahlungsunwilligen Vätern zurückholen können. „Damit zählt der Wetteraukreis innerhalb Hessens zu den erfolgreichsten Jugendhilfeträgern“, sagte Erster Kreisbeigeordneter Helmut Betschel-Pflügel. Der Erfolg sei auf das große Engagement und das hohe fachliche Wissen der zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurückzuführen.

 

Betschel-Pflügel: Wir akzeptieren es nicht, dass Einzelne sich aus der Verantwortung stehlen


Die Jugendämter sind verpflichtet, bei leistungsfähigen, aber leistungsunwilligen Elternteilen das Geld zurückzuholen. "Wir können und wollen es nicht akzeptieren, dass Einzelne sich aus der Verantwortung stehlen und der Allgemeinheit damit ihre Verantwortung aufdrücken", sagt der Sozialdezernent. Die Kommunen sind deshalb bestrebt, den Unterhaltsvorschuss bei säumigen Elternteilen wieder einzufordern.

 

Dem Wetteraukreis gelang es mit einer Rückholquote von gut 30 Prozent nun bereits zum dritten Mal in Folge die 20-Prozent-Marke deutlich zu überspringen, im hessischen Durchschnitt liegt die Rückholquote bei knapp 19 %. "Dies war stets ein Ziel des Fachbereichs Jugend und Soziales, dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Hervorragendes geleistet haben", lobt Betschel-Pflügel sein Team. In den Jahren 2008 bis 2013 konnten so rund 2,6 Millionen Euro von säumigen und zahlungsunwilligen Elternteilen zurückgeholt werden, und somit das große Haushaltsdefizit ein wenig verbessert werden. Eine hohe Summe, über die sich auch der Sozialdezernent natürlich freut.

 

 
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